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  1. Ausstellung „Banditi e Ribelli – Die italienische Resistenza 1943 – 1945“

    resistenza austellung plakat kleinIn Kooperation mit dem Göttinger Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e. V. zeigen wir diese Ausstellung vom 1. bis 22.9.2017 in der Stadtbibliothek Göttingen.
    Wir beteiligen uns am Rahmenprogramm mit zwei Veranstaltungen am 5.9.2017 und 19.9.2017 (siehe unten).


    Zum Inhalt der Ausstellung:

    Ab Ende 1943 fanden viele Frauen und Männer den Mut und die Kraft zum Widerstand gegen die deutsche Besatzung und den italienischen Faschismus. Die hier gezeigte Ausstellung vom Istituto per Storia della Resistenza e della società contemporanea di Reggio Emilia (Istoreco, Institut für die Geschichte des Widerstands und Zeitgeschichte von Reggio Emilia) beleuchtet die Partisanenbewegung von verschiedenen Seiten, um zu einem besseren Verständnis der Resistenza beizutragen.

    Der Ausstellungsort – das Gebäude der Stadtbibliothek Göttingen – stellt dabei einen authentischen Ort der Erinnerung dar: Während des Deutschen Faschismus wurden hier weit über hundert Antifaschist_innen aus Göttingen inhaftiert. Eine der ehemaligen Haftzellen wird während der Ausstellung begehbar sein.

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  2. Ein Braunschweiger Reservepolizist im besetzen Norditalien

    Walter Bode (Name geändert) ist 1908 in Braunschweig als Sohn eines Bäckers geboren und aufgewachsen. Mit 18 Jahren beendete er seine Ausbildung zum Tischler und arbeitete in verschiedenen Tischlereien. Zur Polizei-Reserve hat er sich gemeldet in der Hoffnung, dass der Polizeidienst „nicht so schlimm“ ist wie Dienst an der Front. Bis März 1943 war er wegen „kriegswichtiger Arbeit“ davon zurückgestellt; in und um Braunschweig wurden u.a. Flugzeugteile aus Holz hergestellt. Dann wurde er zur Ordnungspolizei eingezogen.


    Bereits im Jahr 1936 wurde die Polizei organisatorisch mit der SS verbunden und so erlangte der „Reichsführer SS“ Heinrich Himmler auch Befehlsgewalt über die Polizei. Im Februar 1943 erhielten alle Polizei-Regimenter die Bezeichnung „SS-Polizeiregimenter“, sie blieben aber Bestandteil der Ordnungspolizei. So wurde Walter Bode Mitglied des 15. SS-Polizeiregiments. [1]

    Nach kurzer Ausbildung u.a. in Metz, der damals besetzten Hauptstadt Lothringens, ging es für Walter Bode drei Monate nach Norwegen. Dort wurde das 15. SS-Polizeiregiment nach fast vollständiger Vernichtung im Januar 1943 in Russland neu aufgestellt.


    Im Zuge der deutschen Besetzung Italiens im Spätsommer 1943 wurde Walter Bodes Regiment in die Region Piemont nach Norditalien verlegt. Dort war er etwa ab dem 12. September 1943 – nah am Stab des Regiments – als PKW-Fahrer bei der Kraftfahrerstaffel des Regiments in Vercelli.

    Aufgaben der Ordnungspolizei in Italien waren zu einem sehr großen Teil der Kampf gegen Partisanen und Partisaninnen und den Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Sie sicherten und bewachten Transporte, Gefängnisse und deutsche Einrichtungen. Außerdem setzten sie die Ausbeutung der Menschen (Stichwort Zwangsarbeit im Deutschen Reich) und der Wirtschaft für das Deutsche Reich durch.
    In Norditalien arbeiteten dabei unterschiedliche deutsche Verbände von Wehrmacht, Polizei und SS zusammen. Auch italienische faschistische Verbände waren deutschem Kommando unterstellt. [2]

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  3. „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema“

    Montag, 29. Mai 2017 um 20 Uhr im Kino Lumière, Geismarlandstraße 19, Göttingen

    In Kooperation mit dem Kino Lumière zeigen wir den Film „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema“. Der Autor des Films Jürgen Weber wird anwesend sein.

    kinoplakat das zweite trauma

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